Jahr der Danksagung in der Ukraine

Twint - Ref-Wallisellen Ukraine (Foto: Ref. Kirche Wallisellen)

An der Jahreswende lassen wir das letzte Jahr noch einmal Revue passieren. Eines der erschütterndsten Ereignisse im Jahr 2022 war die Eskalation der Ukraine-Krise. Der Angriff Russlands auf seine Nachbarn löste neben der Schockwelle, dass in Europa wieder Krieg herrscht, eine enorme Flüchtlingswelle aus. So sind auch wir in Wallisellen mit den Folgen des Krieges konfrontiert.
Hajnalka Ravasz,
Unsere Kirchgemeinde wollte von Anfang an die vom Krieg Betroffenen direkt unterstützen und dies nicht nur in Wallisellen, sondern auch da, wo alles geschieht. Dabei ist Pfarrer Csongor Gede in Cluj-Napoca (Klausenburg, Rumänien) unsere Verbindungsperson. Seitdem er mit einigen Gemeindegliedern unsere Kirchgemeinde 2019 besucht hat, stehen wir in engem Kontakt mit ihm. Seine Kirchgemeinde liegt nicht einmal 200 km von der ukrainischen Grenze entfernt und war von den ersten Flüchtlingswellen sehr stark betroffen. So unterstützt unsere Walliseller Kirchgemeinde das Projekt „Ein Teller warmes Essen“ für gerade angekommene Flüchtlinge, bei dem diese mittels Klausenburger Freiwilliger mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikeln und Grundausrüstung für Kinder empfangen werden.
Nach wie vor hat Csongor Gede auch direkten Kontakt mit Kirchgemeinden auf der ukrainischen Seite. Mit Walliseller Unterstützung konnte in der ukrainischen reformierten Kirchgemeinde Perehresztya ein Brunnen gebohrt werden, der die Wasserversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleistet.
Da viele der jungen Menschen entweder das Land fluchtartig verlassen haben oder ins Militär eingezogen worden sind, fehlen überall starke, helfende Hände. Die Situation der Senioren war oft prekär, so kam unsere Unterstützung zur rechten Zeit. So konnte Csongor Gede für die Bewohnerinnen und Bewohner eines Altersheims die nötigsten Gebrauchsartikel kaufen und damit eine riesige Freude bereiten.
In Perehresztya konnten wir beim Auf- und Ausbau einer warmen Essensküche helfen. Von dieser Kirchgemeinde haben wir Weihnachtspost bekommen. Ich möchte sie Ihnen weiterreichen, denn die Adressaten sind auch Sie:

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!
2022 war das JAHR DER DANKSAGUNG in der ukrainischen reformierten Kirche. Wir hätten nicht gedacht, dass wir am Ende des Jahres für so viele Dinge dankbar sein würden, die wir kaum in Worte fassen können. Als Ende Februar der Krieg ausbrach, mussten unter großen Zweifeln große Entscheidungen getroffen werden. Viele Menschen verließen Karpatenukraine, aber diejenigen, die bis heute blieben, erhielten viel Hilfe. Dafür sind wir sehr dankbar. Ich weiß nicht, was ohne eure Unterstützung passiert wäre...
Im Mai wurde in unserer Gemeinde mit finanzieller und materieller Hilfe eine kostenlose Küche ins Leben gerufen. Wir begannen damit, dreimal pro Woche Mahlzeiten für 40 Personen zu kochen. Sie ist auch Ihnen zu verdanken. Wir haben dieses Jahr allen den Kirchenmitgliedsbeitrag erlassen! Inzwischen haben wir begonnen, einen Gemeinschaftsraum im Pfarrhof zu bauen, damit wir uns nicht entmutigen lassen, nicht aufgeben, weiter hoffen und träumen. Es war eine sehr gute Arbeitstherapie. Als genügend Spenden zusammenkamen, haben wir ein Paket an alle Haushalte verschenkt. Wir haben dies 4 Mal im Jahr gemacht und insgesamt 500 Menschen beschenkt.
Der vergangene Monat war unaussprechbar schwierig. Es gibt Tage, an denen es tagsüber nur 2 Stunden lang Strom gibt. Ein Wunder, dass die Küche auch unter solchen Bedingungen funktioniert, denn ohne Strom gibt es weder Heizung noch Wasser. Aber wir lösen alles, wir sind kreativ, wir beharren und warten darauf, dass dieser Krieg endlich endet und wir unser normales Leben hier fortsetzen können, wo wir geboren wurden, wo unsere Vorfahren starben, wo unser Erbe ist.
Danke auch für die Gebete, die Sie gesprochen haben und weiterhin für uns beten! Wir haben alle unsere Unterstützer (Einzelpersonen, Gemeinden) in das Protokoll der Gemeinde bei der Kirchgemeindeversammlung eingetragen und aufgeschrieben, damit auch unsere Nachkommen nicht vergessen, wer uns in Zeiten der Not beigestanden hat.
Möge Gott Sie reich segnen und tausendfach zurückgeben, was Sie uns gegeben haben!
Ich wünsche allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Ich grüße Sie mit einem Bild einiger dankbarer Gesichter, die ein kostenloses Mittagessen bekommen.


Der Krieg ist leider immer noch nicht zu Ende. Menschen sind weiterhin in Not. So wollen wir unsere helfenden Hände nicht fallen lassen. Durch Csongor Gede können wir für die dunkle Winterzeit ohne Strom Solarlampen und Kerzen in die Ukraine schicken. Eine weitere Kirchgemeinde haben wir mit dem Kauf von Heizholz unterstützt, damit die eisige Kälte erträglicher wird. Leere Gasflaschen sind sehr gesuchte Artikel, die vor Ort mit Gas gefüllt werden können. Sie befinden sich ebenfalls im Transportwagen Csongors.
Ihm sind wir auch sehr dankbar, denn so können wir sicher sein, dass unsere Unterstützung auf dem direktesten Weg in der Ukraine bei den notleidenden Menschen ankommt.

Wenn Sie spenden möchten:
• Einerseits möchten wir weiterhin Kirchgemeinden in der Ukraine unterstützen. Ganz konkret geht es um einen Generator für die Kirchgemeinde in Perehresztya, damit sie auch bei Stromausfällen ihre dringend benötigte Essenküche betreiben kann.
• Andererseits ist unsere Hilfe auch in Cluj-Napoca gefragt. Die Kirchgemeinde von Csongor Gede muss dringend ihre total veraltete Heizung erneuern und ist dabei auf Unterstützung angewiesen.

Wir danken von Herzen für Ihre Spende:
IBAN CH22 0900 0000 8002 5799 5
Zu Gunsten: Ref. Kirchgemeinde Wallisellen
Zahlungsvermerk: 3.2005.77 Spenden Ukraine

Oder via Twint, den QR-Code finden Sie oben im Bild.


Bereitgestellt: 04.01.2023     Besuche: 24 Monat